26.07. 2013

Die Sache mit dem Stand - Teil 2

Heute kommt der zweite Teil. Im Ersten habt ihr einiges über den Stand im Allgemeinen gelesen. Hier beschreibe ich euch nun, wie es um die Deko und alles weitere steht. Anregungen, Kommentare, Fragen, Hinweise sind gern gesehen.

Deko
Alles um aufzufallen! Weinkisten, alte Koffer, Pflanzen - die Liste ist unendlich lang. Aber auch hier wieder - bleibt euch und eurem Label treu. Achtet auf Farben und Materialien. Ich verwende viel Holz, braun und weiß, ich möchte gern das Natürliche zeigen. Meine Ware ist dann eher bunt. Auch habe ich ein Holzgestell gebaut, welches hinter mir an der Wand steht (in den Bewerbungen für einen Stand steht bei mir also immer drin, dass ich gern an der Wand stehen will). Dort hängen dann mit Hosenbügel meine Poster, Stoffbeutel und natürlich der Name des Labels. Auch so etwas fällt auf. Schaut euch auch andere Stände an. Was haben die gemacht? Ich habe mal einen Stand gesehen, der war wie ein richtiger Marktstand gebaut - mit einer Schräge vorn und einer rot-weißen Markise als Dach.

Warenpräsentation
Versucht eure Ware in unterschiedlichen Höhen anzubieten. Vorn auf dem Tisch liegt etwas, dann kommt eine Box, an der etwas angelehnt ist, und auf der Box steht natürlich auch etwas. Ich biete Kissenbezüge an - natürlich habe ich da auch ein Kissen, welches einen meiner Bezüge trägt. Der Kunde sieht sofort die Größe und die Ware in Aktion. Verkauft ihr Schmuck? Ein Spiegel gehört da unbedingt zu eurem Reportoire. Seid auch hier einfach kreativ, zweckentfremdet viele Dinge, um eure Ware zu präsentieren. Hier spielt die Deko natürlich immer mit. Habt ihr viel Kleidung ist ein Kleiderständer natürlich unabdingbar. Aber auch hier kann man gut mit Ideen spielen.

In einem früheren Artikel habe ich euch schonmal gezeigt, wie ihr eine durchgängige Linie in eure Produktverpackung bekommt. Ihr müsst es natürlich nicht so doll machen, wie ich. Aber alle eure Artikel müssen ein Label, eine Kennzeichnung haben, wer es hergestellt hat. Eingenäht, draufgestempelt, per Hand beschriftet - egal wie, schreibt euer Label drauf. Ihr könnt zum Beispiel an all eure Produkte eure Vistenkarte dranhängen. Aber ihr braucht auf jeden Fall noch genug Vistenkarten, die ihr auf dem Tisch platziert und die der Kunde jederzeit mitnehmen kann, auch wenn er nichts bei euch kauft. Auf meinem letzten Markt musste ich schnell noch ein paar machen, da alle, die ich mitgenommen hatte, schon weg waren (Stempel also immer mit einpacken - siehe unten "Liste der Dinge").

Preisauszeichnung
Ihr könnt jedes eurer Produkte natürlich einzeln ausweisen. Ist am Anfang eine Menge Arbeit, erleichtert euch aber spätestens beim zweiten Markt die ganze Preisauszeichnung. Nachteil: Der Kunde fragt nicht nach, kommt somit nicht so oft mit euch ins Gespräch, da er den Preis ja von allein gefunden hat.
Habt ihr keinerlei Preise, muss der Kunde immer fragen. Dies schreckt vielleicht einige ab, da sie eben jedesmal auf euch zugehen müssen. Ich finde es gut, wenn man beides macht. Ein paar Dinge sind ausgezeichnet, andere nicht. So kann er sich ersteinmal einen Überblick über eure Preisklasse machen und fragt bei den Produkten, die ihn interessieren nach - schon habt ihr ein schönes Verkaufsgespräch.
Wie ihr eure Preise sichtbar macht, hängt von der Deko, der Präsentation und eurer Corporate Identity (die Persönlichkeit eures Labels) ab. Ich habe mir etwas aus Klammern und MDF gebaut, kleine Ständer, bei denen ich oben den Preis reinklemme. Das kann ich dann zwischen die Waren stellen.

Ihr
Am Besten ihr tragt natürlich selbst eure Ware, zeigt sie in Aktion. Schwierig wird es, wenn ihr Kinderkleidung herstellt. Dann habt ihr das aber sicherlich für eure Kinder gemacht, sprecht somit also aus Erfahrung und vermittelt das dann auch im Gespräch. Auch bei Wohnaccessoires und Möbeln steht vieles sicherlich schon bei Freunden und Bekannten (und natürlich auch bei euch), somit habt ihr auch hier schon Feedback mit dem ihr beim Verkaufen arbeiten könnt.
Ganz wichtig: Lächeln. Auch wenn es der zweite Tag kurz vor Ende ist. Ihr seid unter Freunden und Gleichgesinnten, präsentiert stolz euer Hergestelltes und bekommt genausoft ein Lächeln zurück. Wenn das kein Grund ist fröhlich zu sein.
Bleibt euch aber immer treu. Schauspielert nicht, belibt natürlich. Aber ihr müsst auch ein bisschen aus euch herauskommen,  mal mit dem Kunden scherzen. Sprecht von euch den Kunden an. Mehr als "Nein, danke" kann er sowieso nicht sagen.

Die Liste der Dinge
Für den Aufbau des Standes gibt es unzählige kleine Helfer, die man unbedingt dabei haben muss. Ich habe hier mal eine Liste zusammengestallt.

  • Klebeband, Masking Tape, Schere, (Cutter-)Messer, Kabelbinder, Paketschnur
  • Zettel und Stift
  • Stempel, Stempelkissen
  • Sicherheitsnadeln (um die Tischdecke zu fixieren)
  • Visitenkarten, Tüten
  • Taschenrechner
  • Quittungsblock
  • Kasse mit Wechselgeld
  • Tisch, Stuhl, Stuhlkissen (!), Tischdecke, evtl. Pavillion
  • Preisschilder
  • Deko- und Präsentationsmaterial
  • Schild mit Labelnamen (könnt ihr auch vorn am Tisch befestigen)
  • eure Ware (klingt komisch, das auf die Liste zu schreiben, aber ich hatte wirklich mal einen Teil vergessen)
  • und alles andere, was ihr für euren eigenen Stand braucht

Natürlich muss das von euch noch individueller ausgebaut werden. Jeder braucht noch andere Dinge, die mitgebracht werden müssen. Aber das ist meiner Meinung nach die Grundlage. Gern könnt ihr sie euch hier ausdrucken und ergänzen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, an was man alles denken muss, wenn man mit einem Stand auf einem Markt steht und seine eigenen hergestellten Waren präsentiert und verkauft. Für Anmerkungen bin ich immer offen.

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