18.07. 2013

Die Sache mit dem Stand - Teil 1

Heute möchte ich euch ein paar Tipps für den Standbetrieb geben. An was muss man alles denken, was sollte man mitnehmen, auf was sollte man achten. Im ersten Teil geht es allgemein um den Stand. Im zweite schreibe ich etwas über die Deko, die Warenpräsentation und alles drumherum.

Der Markt
Natürlich sollte der Markt zu euch und eurem Sortiment passen. Auf einem Wolle-Fest sucht der Kunde nicht nach Stoff. Demnach ist die Basis allen Verkaufens die Zielgruppe. Wenn ihr das wisst, könnt ihr euch gezielter nach geeigneten Märkten umsehen. Stadtteilfeste sind ein wirklich guter Anfang. Nicht zu teuer in der Standmiete und man ist sehr nah am Kunden - ihr bekommt also Feedback auf eure Produkte. Auch hier ist wichtig zu sagen, wo sich das Viertel befindet. Junge Menschen? Super für Baby-/Kindersachen, Schmuck, Trends, Hippster usw. Ist es eher ein betagteres Stadtfest bei dem auch Wein ausgeschenkt wird, bietet sich Gehäkeltes/Gestricktes, Schmuck, Wohnaccessoires, Holz, Kleidung usw an. Und dann gibt es die Märkte, auf denen der Kunde alles sucht, hauptsache es ist selbstgemacht (ich denke da an den hellohandmade Markt in Hamburg, den handmade supermarket in Berlin oder den handmaDDe hier in Dresden). Hier heißt es : Probieren geht über Studieren. Beobachtet viel. Warum wird gut gekauft, warum manchmal nicht? Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen - es liegt nicht an euren Produkten.

Der Tisch
Am Besten ist so ein Tapeziertisch aus drei Teilen (je ein Meter). So könnt ihr euch individuell stellen, auch mal über Eck und so die ganze Standfläche nutzen. Das wäre eine einmalige Investition. Und die Tische kann man auch mal beim Gartenfest gebrauchen.
Die Tischdecke sollte immer einfarbig sein. Ich nutze eine weiße, eine Freundin von mir eine beigefarbene Tischdecke. Ich habe auch schon schwarze gesehen -  da wurde aber auch Schmuck präsentiert. Eure Produkte sollen herausstechen - nicht der Tisch. Vorn sollte die Decke bis zum Boden reichen, so habt ihr unter dem Tisch noch genug Platz für all die Kartons und Kisten, die der Kunde nicht sehen soll.

Der Pavillion
Manchmal findet so ein Markt auch draußen statt. Da ist es unabdingbar einen Pavillion zu haben. Regnen kann es immer mal und man möchte natürlich nicht, dass die Produkte Schaden nehmen. Außerdem fühlt sich der Kunde geborgener, wenn er in oder unter so einen Pavillion tritt - es gleicht einem Laden, der geschützt ist. Durch die Stangen dort habt ihr eine weitere Möglichkeit Waren zu präsentieren. Vielleicht tut ihr euch mit Gleichgesinnten zusammen und teilt euch einen oder ihr fragt im Bekanntenkreis herum, irgendeiner hat sicherlich so einen Pavillion, der für ein Wochenende ausgeliehen werden kann.
Ich würde euch raten diesen über Nacht wieder abzubauen. Weniger des Diebstahls wegen, eher wegem dem Wetter. Der Wind, der Wind... Das haben wir leider schonmal erfahren müssen.

Das Geld
Ist natürlich ganz wichtig. Und ganz besonders das Kleingeld. Am besten ihr fangt schon eine ganze Weile vor dem Markt an Geld beiseite zu legen. Wer ein Geschäftskonto hat, kann sich ganze Rollen auszahlen lassen. Vielleicht habt ihr auch Bekannte, die ein eigenes Geschäft haben und könnte dort mal Kleingeld leihen. Hier solltet ihr natürlich auch eure Preise wissen. Habt ihr keinerlei Centbeträge nach dem Komma, braucht ihr sicherlich keine 0,10 € Stücke. Auch Scheine sollten natürlich vorhanden sein. Ich trage sie immer bei mir in der Gürteltasche, das Kleingeld ist in der Geldkassette. Im Idealfall wisst ihr auch sofort, wo sich der nächste Geldautomat befindet.
Seit einiger Zeit gibt es auch die Möglichkeit kleine Geräte an seinem Smartphone/Tablet zu installieren, um so Kartenzahlung möglich zu machen. Viele Kunden sind da eventuell noch misstrauisch, da dies hier in Deutschland noch nicht so bekannt ist. Aber wenn ihr das habt (und wisst, wie es funktioniert), schindet ihr Eindruck und wirkt wirklich professionell.

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